|
|
|
|
|||||
|
Einstmals
Altona - mit jüdischen Kinderaugen gesehen, Fotoalbum |
|||||||
|
|
|||||||
|
Der Ottensener Friedhof und das Blumengeschäft - Über den Ottensener Friedhof wurde im Laufe vieler Jahrzehnte
heftig und laut über die Totenruhe diskutiert. Noch letztens wurde seine
Geschichte aus jeglicher Sicht erforscht und in zwei grossen Bänden mit
dichtbeschriebenen Blättern veröffentlicht. Dennoch liegen die Verstorbenen
unter einer schweren Zementdecke, durch welche keinerlei Träne mehr
durchsickern wird. Oben, auf der dicken Betonschicht entstand das Mercado,
ein modernes Einkaufszentrum, wo man alles erstehen kann: von T-Shirts bis zu
orientalisch eingelegten Weinblättern, von Kunstbüchern bis zur fetten
Knackwurst. |
|||||||
|
1992
|
|
||||||
|
|
|||||||
|
|
|||||||
|
|
|||||||
|
|
Es gibt dort auch wunderbar
gepflegte Blumenstände, und auf dem unteren Treppenabsatz ist eine gläserne Gedenktafel
angebracht, für die dort tief drunten im Staube Verborgenen. Nur - eine Blume
kann man nicht auf die Seitentafel niederlegen - eine Blume, die als Zeichen
dienen könnte für ehemaliges Leben und ewiges Erinnern. Doch
wir möchten nicht undankbar sein. Auf Bitten einer älteren Dame, einer
früheren Altonaerin, liess der Merkado-Besitzer von seinem Architekten die
Gedenktafel durch eine feine Vorrichtung erweitern. Für eine Blume oder ein
Steinchen aus Jerusalem – entsprechend alter jüdischer Sitte. |
||||||
|
|
|
||||||
|
|
|||||||
|
Früher, damals, als der Friedhof noch Friedhof war, gab es ihm gegenüber einen kleinen, ganz gewöhnlichen Blumenladen, dessen Inhaber auch den Schlüssel zum Friedhofstor in Verwahrung hatte. Er händigte dem wohl seltenen Besucher den Schlüssel aus, und dieser erwarb, als Ausdruck seines Dankes, einen Blumenstrauss und legte ihn auf diese oder jene Grabstätte. Es war wie eine gemeinsame Gabe.
|
Um 1920
|
||||||
|
|
|||||||
|
|
|||||||