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Die Hamburger
Mazzefabrik: kreisrunde Mazzes |
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auch: Mazzoth, Mazzot, Matzen |
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II. Mazzen in
nicht-jüdischer Umwelt (gemäss: Helga Frobeen. Fünfzig Jahren, Denkmal
eines Familienlebens. Ostermoor, 1951)
1925 - Ich erinnere von jenem
Jahre, dass ich mit Vater einmal in der jüdischen Mazzenfabrik war, die
damals hinter einer Synagoge in den Kohlhöfen gelegen war. Dort liefen
Maschinen, die Vater gebaut und geliefert hatte. Ein Herr Katz, der Pächter,
war dort. Irgendetwas wurde gefeiert, wir aßen hinterher Mazzen, mit braunem
Zucker bestreut... 1938 - Wenn ich in diese
[späteren] Jahre zurückschaue, so sehe ich wenig Ereignisse, bei denen man in
der Erinnerung gern verweilen möchte. Es fehlen ihnen die Licht- und
Höhepunkte, ... ein großer Teil meiner Empfindung fällt jedenfalls den
Zeitumständen zur Last, die gar nicht dazu angetan waren, eine besondere
Lebensfreude zu erzeugen - ganz im Gegensatz zur öffentlichen Propaganda, die
sich förmlich in der Betonung der neu gefundenen Lebensfreude überschlug. An
sich waren wir gar nicht „dagegen“, hatten durchaus volles Vertrauen zum
„Führer“, meinten nur, er wüsste nichts davon, wenn mitunter manche Dinge
doch zu verquer liefen. Irgendwie hatten wir alle das Gefühl, in einem
Gefängnis zu sein. |
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III. Tag- und Nachtbäckerei (gemäß: M. Gillis-Carlebach,
Jedes Kind ist mein Einziges. Hamburg, 1992, Brief von Frau Rabbiner Carlebach an
ihre Kinder in London vom 7.4.1939) |
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