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Die Kinder

 
 

ABER: das erste, das zweite Kind und auch noch das dritte Kind waren kleine Mädchen.

Nach Lottes Ausspruch zu ihrem jetzt Hamburger Schuldirektorgemahl:

Ich werde Töchter gebären bis du dich freust …

   
 

    Lotte mit ihrem ersten Töchterchen, Eva

Vier Generationen (von links nach rechts):

Oma Preuss - 46 Jahre alt;

auf dem Schoss: Esther - ein halbes Jahr alt und Eva - einundhalb Jahre alt;

Lotte - 21 Jahr alt;

Urgroßmutti Mathilde Halberstadt (Mutter von Oma Preuss) - 66 Jahre alt. 

 

 

 

Die ersten drei Töchterchen und der ersehnte Sohn auf der Kinderbank

 (v.l. n.r.: Esther Miriam, Buli, Eva)

 

 

Vater und Söhnchen Julius, genannt Buli, 1924

 

Die Hebamme:

Kinder sind wie die Pfannkuchen:

Der erste ist etwas verbrannt (Eva hatte schwarze Haare)

Der zweite ist nicht richtig ausgebacken (Esther war sehr blass)

Der dritte ist zu dünn (Miriam war sehr zart: "ein Kücken zum Umpusten")

Der vierte ist zu dick (Bulis Geburtsgewicht war 4 kg, "mit Stiefelgröße 42")

Erst der fünfte Pfannkuchen ist richtig gelungen: Judith war ein bildschönes Baby…

 

 

Lotte mit den ersten fünf "Pfannkuchen" (1. R. v.l.n.r.: Miriam und Esther;

2. R. v.l.n.r.: Judith auf dem Schoss von Lotte, Buli, Eva.)

 

und dann kam noch mal ein Junge und wieder - wie zu Anfang – drei kleine Töchter. Also Kinder : sieben plus zwei oder- drei Mal drei:

die drei Grossen,

das Mittelstück

und die drei Kleinen.

 

Die jüngste - neunte, Sara Stella kam am 24. Dezember 1928 zur Welt, und Mutter Lotte inserierte im „Israelit“ für: tüchtige, sehr kinderliebende Stütze eine Stelle anzunehmen in einem Hochbetrieb-rituell-koscheren Rabbinerhaushalt mit neun Kindern...

Anzeige im Israelit, 31.Januar 1929

 

 

Zwei Wochen danach übernahm Reichspräsident Hindenburg die Patenschaft für das Rabbinerbaby.

 

Mutter Lotte: "Lacht mich nicht aus, aber ich möchte noch ein Baby haben, so ein süßes duftendes Geschöpf in den Armen halten". Aber ihre neun Kinder protestierten: "So jung bist du auch nicht mehr – in zwölf Jahren 50".

 

  

Zeichnung von der 5jaehrigen Noemi, Alle neun Carlebach-Kinder, 1932

 

Die ewig Mädchenfrage

(inszeniert von den 9 Carlebach-Kindern):

Die verkleidete Hausfrau sitzt und erwartet die Kandidatinnen, die sich vorstellen sollen und bereit sind, eine Stelle anzunehmen in einem mit Hochbetrieb-rituell-koscheren Rabbinerhaushalt mit neun Kindern.

Hausfrau: …in sechs Wochen, das sechste Mädchen schon… Horch, da klopf's! Das wird wohl schon die Siebte sein. Gott gebe, dass sie fromm und brav sei… Herein!

Was wünschen Sie?

Mädchen: Dienen.

Hausfrau: Sie dienen?

Mädchen: Sie meinen wohl des schönen Kleides wegen. Am Sonntag geh ich nur in Atlas und trage Handschuh mit 99 Knöpfen dran und mein Schatz führt mich zum Tanz.

Hausfrau: Was, einen Schatz haben Sie auch?

Mädchen: Nicht nur einen, sondern Drei…

 Jo und Lotte mit Kindern und zwei Mädchen, Emma und Erna:

1.R. v.l.n.r.: Jo mit Noemi, Erna, Lotte und Emma;

2.R. v.l.n.r.: Eva, Peter, Judith;

3. R. v.l.n.r.: Eva, Peter, Judith und Esther,

etwa 1928/29

 

Noch mehr Kinderaufnahmen -

Album zum Blättern

 

 

Nur hier gab es eine seltene gemeinsame Ruhestunde von JoLo (Deckname für Joseph und Lotte Carlebach in zensierten Briefen)

 

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