

Wilhelminenhöhe im Vorort Blankenese bei Hamburg war ein weites Gelände, erworben dank einer großzügigen jüdischen Stiftung. Zum Andenken an Wilhelmine Gotthold wurde es “Wilhelminenhöhe” benannt; und bis heute blieb dieser Name mit fröhlichen und traurigen Erinnerungen verbunden.
Ursprünglich sollte dort eine Heilanstalt für jüdische Nerven- und Geisteskranke errichtet werden Aber das Gelände wurde fortlaufend anderen Zwecken gewidmet, durch An- und Umbauten jeweils angepasst.
Sommer 1923 wurde es erstmalig als Ferienkolonie der Kindererholungsfürsorge zur Verfügung gestellt und 1924 endgültig diesem Zweck bestimmt.

Das Hauptgebäude wurde aufgestockt und eine Glasveranda, eine offene Terrasse, wie auch Schlafsäle mit anschließenden Waschräumen und ein Lesesaal eingebaut. Von einem großen Balkon aus hatte man eine wunderschöne Aussicht bis auf die Elbe hin und auf einen Kiefernwald. Es wurde auch ein Kinderspielzimmer eingerichtet und nicht zuletzt – eine Synagoge.
Im Jahre 1925 wurde eine Abteilung für Säuglinge und Kleinkinder bis zum sechsten Lebensjahr angeschlossen, die bis 1939 in Betrieb war.
Ende 1930 erhielten die jüdischen Jugendorganisationen einen Teil der Räume für ein Landjugendheim, als Ausgangspunkt für Wanderungen in die Umgebung.
Seit Mai 1935 diente das Gebäude auch als jüdische Jugendherberge und jüdisches Jugenderholungsheim.
Dazu kamen Zimmer für Pensionsgäste; und zwei rituell geführte Küchen garantierten koschere Mahlzeiten.
Seit den frühen dreißiger Jahren diente Wilhelminenhöhe dann als Ausbildungsstätte für jüdische PraktikantInnen aus Hamburg und Umgebung, die sich in der Gärtnerei, im Haushalt und auch in der Landwirtschaft für Palästina vorbereiteten. Für diese Siedlerschule, entstanden um das Haus gartenmäßig bestellte Felder, und ein Treibhaus.
Ansicht von der Siedlerschule Wilhelminenhöhe (1933/34)
Bis heute wurde es nicht zurückerstattet.
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